Steinbildhauer-Symposium und Kunstfahrt der 12. Klasse nach Italien 2026
Unsere diesjährige Klassenfahrt führte uns, die 12. Klasse, nach Italien und bot uns dort eine abwechslungsreiche Mischung aus Handwerk, Kunst und Geschichte. Zunächst verbrachten wir zwölf Tage in Azzano in der Toskana, wo wir an einem Steinbildhauer-Symposium teilgenommen und die traditionelle Arbeit mit dem Stein kennengelernt haben.
Anschließend ging es für uns mit dem Zug weiter nach Florenz. Am Abend des Anreisetages haben wir noch zusammen mit Julien Viala, von dem wir uns dann leider verabschieden mussten, einen Ausflug nach San Miniato al Monte, einer Aussichtsplattform mit Kirche, gemacht und den Abend alle zusammen in einem Biergarten ausklingen lassen.
In Florenz haben wir in der Folge unter anderem die Galleria dell’Accademia besucht, wo die berühmte Davidstatue von Michelangelo steht, und außerdem haben wir eine Stadtführung durch Florenz gemacht. Wir haben die Medici-Kapelle in San Lorenzo besucht und die Neue Sakristei. Obwohl Florenz tagsüber sehr voll war, ließ sich die Stadt am Abend entspannt erkunden. Da alles gut zu Fuß erreichbar war, konnten wir gemütlich durch die Straßen laufen, kleine Bars besuchen und die besondere Atmosphäre des italienischen Lebens genießen.
Nach Rom sind wir mit dem Bus gereist. Dort haben wir zu Beginn eine dreistündige Stadtführung gemacht, in der uns die Geschichte und Kunst des antiken Roms nahegebracht wurde. Zu sehen, wie viele uralte Gebäude und Kunstwerke immer noch so gut erhalten sind, ist sehr faszinierend. Am nächsten Tag besuchten wir die Kallistus-Katakomben, was sehr aufregend war. Die alten Gräber aber zu sehen, war eher verwirrend und bedrückend. Man läuft durch enge, jahrhundertealte Gänge mit nur wenig Licht. Als das Licht zwischendurch sogar zu flackern begann, bekamen manche doch ein mulmiges Gefühl. Am Abend dieses Tags besichtigten wir das Kolosseum. Es wirkte überwältigend, so riesig und alt, dass man gar nicht wusste, wohin man schauen soll. Die Geschichte des Kolosseums und dass es heute immer noch so prunkvoll und mächtig aussieht, ist sehr beeindruckend.
Wir haben außerdem die Casa Museo Giorgio de Chirico besucht, wo wir einen Einblick in Leben und Arbeit des Malers Giorgio de Chirico bekommen haben und uns außerdem seine Kunst anschauen konnten. Zudem haben wir uns die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen, den man vor lauter Menschen fast gar nicht gesehen hat, angesehen. Im Petersdom besichtigten wir den Bernini-Baldachin sowie Michelangelos berühmte Römische Pietà. Einige von uns nutzten außerdem die Gelegenheit, auf die Kuppel des Petersdoms zu steigen und den Ausblick über Rom zu genießen.
Während unserer Kunstfahrt betrachteten wir die Stein- und Marmorskulpturen in den Museen mit ganz anderen Augen. Durch unsere eigene Arbeit am Stein in Azzano konnten wir viel besser nachvollziehen, wie viel Zeit, Geduld und handwerkliches Können hinter jeder einzelnen Figur steckt. Uns fielen Bearbeitungsspuren auf, die wir vorher wahrscheinlich übersehen hätten, und wir konnten uns vorstellen, welche Werkzeuge die Künstler verwendet haben. Dadurch entwickelten wir ein neues Verständnis für ihre Arbeit. Die Museumsbesuche wurden so zu einer ganz besonderen Erfahrung, die uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Insgesamt war das Steinbildhauer-Symposium und unsere Kunstfahrt eine spannende, lehrreiche und intensive Zeit für uns, die wir so schnell nicht vergessen werden.
(Text: Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse)


