

Was uns besonders wichtig war: Wir wollten keine Veranstaltung nur für Fachleute. Bei uns saßen Schülerinnen und Schüler neben Expertinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft, Eltern diskutierten mit Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung, Lehrkräfte tauschten sich mit Praktiker*innen aus. Künstliche Intelligenz sollte nicht abstrakt bleiben – wir wollten gemeinsam verstehen, was sie bedeutet, welche Chancen sie bietet und wo Risiken lauern. Und ja: Bei uns waren ausdrücklich unterschiedliche Meinungen willkommen, von klar pro KI bis deutlich kritisch.
Mit dabei waren unter anderem Prof. Dr. Neumeier (Universität Stuttgart), Prof. Dr. Bauer (Medien- und Gehirnforscher), Johannes Neumeier (Head of AI im Bayerischen Digitalministerium), Thomas Schmidt (AI Educators Microsoft / Helliwood e. V.) und Jon Woodall (ehemals Amazon und IBM). In Vorträgen und Workshops ging es um Bildung, Gesellschaft, Technologie, Ethik – und ganz konkrete Anwendungen von KI im Alltag.

Den Auftakt machte der Bürgermeister der Stadt Geretsried, Michael Müller. Er berichtete aus erster Hand, wie KI bereits im Rathaus eingesetzt wird und welche Erfahrungen die Verwaltung damit macht. Seine Botschaft:
„Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags – auch in der Verwaltung. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen früh lernen, diese Technologie zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll zu nutzen.“
Auch der Bayerische Staatsminister für Digitales, Fabian Mehring, meldete sich per Videobotschaft zu Wort und betonte, wie wichtig eine frühe und reflektierte Auseinandersetzung mit KI im Bildungsbereich ist.
Was das FutureLab so besonders gemacht hat? Genau diese Vielfalt der Perspektiven. Schülerinnen arbeiteten auf Augenhöhe mit Expertinnen, Eltern mit Wirtschaftsvertreterinnen, Kritikerinnen mit Befürworter*innen. Das war gewollt – und genau das hat funktioniert.
Gerald Drahorad und Florian Steiger, die beiden Initiatoren, bringen es auf den Punkt:
„Es ging uns nicht darum, Antworten vorzugeben. Wir wollten einen Raum schaffen, in dem Komplexität sichtbar wird und gemeinsames Denken möglich ist. Genau das ist hier entstanden.“
Für Kaffee und Kuchen sorgte übrigens unsere 12. Klasse – ein perfektes Beispiel dafür, wie unsere Schulgemeinschaft zusammenhält. Musikalisch begleitet wurde das FutureLab von der zwölfköpfigen Jazzband der Musikschule Geretsried, die für eine entspannte und zugleich konzentrierte Atmosphäre sorgte.
Möglich wurde das alles durch die Unterstützung der IGG Industriegemeinschaft Geretsried e. V. sowie der Ernst-Pelz-Stiftung, der Software-AG-Stiftung und der Waldorf-Stiftung. Ohne diese Partner hätten wir das FutureLab in dieser Form nicht umsetzen können.
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Die Rückmeldungen? Überwältigend. Viele lobten das moderne Format, die professionelle Organisation und vor allem die Qualität der Vorträge und Workshops. Was uns besonders freut: Es ist uns gelungen, die ganze Bandbreite und Komplexität des Themas KI sichtbar zu machen – und trotzdem gemeinsam Impulse für die Zukunft zu entwickeln.
Das Interesse reichte weit über unsere Region hinaus. Vertreter*innen von Waldorfschulen aus ganz Deutschland waren dabei, von Hamburg bis Kiel. Auch Steffi Sell, Mitglied im Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen sowie in der Bundes-Schülervertretung und Bundeselternvertretung, war vor Ort. Mehrfach wurde unser FutureLab als „Leuchtfeuer“ und „richtungsweisend“ für die Waldorfpädagogik bezeichnet – das macht uns stolz und motiviert uns weiterzumachen.
Wie geht es weiter?
Wir dokumentieren gerade die Ergebnisse und Erkenntnisse des FutureLabs und planen bereits das nächste: Ein FutureLab 2027 ist in Vorbereitung, ebenso weitere Kooperationen. Der Dialog geht weiter – und wir freuen uns darauf!
FutureLab 2026: Dokumentation & Materialien
Hier finden Sie alle Keynotes, Workshop-Dokumentationen, Bilder, Videos und Pressematerialien zum FutureLab.

