Geographische Exkursion der 9. Klasse

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Geographische Exkursion der 9. Klasse

Obwohl manche Schüler mit einem gemischten Gefühl auf Klassenfahrt fuhren, kamen wir alle nach fünf Tagen mit einem guten Gefühl und ziemlich ausgepowert wieder zurück.

Die neunte Klasse der Freien Waldorfschule Isartal begab sich am 6.7.2017 auf eine geographische Exkursion in die Bayerischen Alpen. Schon die Woche davor, planten wir Schüler die Etappen und mussten die Wege raus suchen. Jede Gruppe musste einen Tag leiten und den richtigen Weg über die Benediktenwand finden.

 

Tag 1: Von Penzberg nach Benediktbeuern

Am ersten Tag liefen wir von Penzberg zum Kloster Benediktbeuern. Wir fuhren mit dem Bus von Wolfratshausen nach Penzberg und liefen los. Schon bald machte uns die Hitze zu schaffen, denn an diesem Tag war es unglaublich heiß. Wir wanderten durch Moore und hatten dazu passende Referate vorbereitet, die bei häufigen Pausen vorgetragen wurden. Wir liefen den ganzen Tag an der Loisach entlang und gegen Ende entschieden wir uns noch das auszunutzen. Wir verbrachten zwei Stunden an einem schattigen Steg an der Loisach. Das Wasser war kälter als gedacht, aber trotzdem gingen so gut wie alle schwimmen, denn es war eine willkommene Abkühlung.

Als es dann weiter ging mussten wir nochmal eine knappe Stunde laufen, bis wir am Kloster ankamen. Den Abend verbrachten die Lehrer im Biergarten und die Schüler erkundeten das Klostergelände oder legten sich sofort hin.

 

Tag 2: Von Benediktbeuern zur Tutzinger Hütte

Nach der ersten Nacht und einem guten Frühstück liefen wir durch Benediktbeuern und begannen mit dem ersten Aufstieg. Wir liefen ca. zwei Stunden einen Forstweg mit Serpentinen und relativ wenig Steigung. Es war wieder sehr heiß und sobald irgendwo eine Quelle war, hat man sich seine Flasche aufgefüllt oder den Kopf darunter gehalten. Dann wurde das letzte Stück (ca. eine halbe Stunde) unglaublich steil. Es ging weiter Serpentinen hinauf, allerdings nicht mehr auf einem Forstweg, sondern auf einem kleinen Pfad mit befestigten Stufen. Das war eine der Strecken die von vielen sehr viel abverlangte und ich glaube, jeder war froh, als endlich die Tutzinger Hütte in Sicht war. Auf der Terrasse der Tutzinger Hütte haben sich erst mal alle ausgeruht. Anschließend wurden die Zimmer aufgeteilt und viele genossen auf der Hütte ein verspätetes Mittagessen . Die Tutzinger Hütte liegt direkt an der Benediktenwand und das ist einfach ein unglaublicher Eindruck. Nach dem Abendessen haben wir uns auf der Hütte verteilt. Die einen sind in ihre Zimmer (ein Mädchen- und zwei Jungszimmer) und die anderen haben sich irgendwo draußen hin gesetzt. An diesem Abend gab es auf der Hütte auch einen männlichen Junggesellenabschied und so wummerte den ganzen Abend Helene Fischer über die Landschaft.

Wir Mädchen sind ziemlich früh in unseren Zimmern verschwunden, denn das Wandern macht natürlich müde.

Die Benewand war einfach mächtig!

Tag 3: Von der Tutzinger Hütte über die Benediktenwand zur Kotalm

Sechs Jungs sind um vier Uhr früh aufgestanden um den Sonnenaufgang zu sehen. Eigentlich wollten sie den Sonnenaufgang auf der Benediktenwand sehen, allerdings wurde dieser Plan von den Lehrern und anderen Mitschülern ausgeschlagen. Also machten die Sechs sich auf den Weg Richtung Benediktenwand. Sie liefen 10 Minuten bis sie eine gute Stelle fanden um den Sonnenaufgang zu sehen. Dieser war spektakulär, aber sie beeilten sich, wieder runter zu kommen, da es anfing, zu schütten und zu gewittern.

Alle anderen standen etwas später auf und die Klasse teilte sich in zwei Gruppen. Die eine Gruppe, die über die „Benewand“ ging und hauptsächlich aus Jungs bestand, und die andere Gruppe, die unten an der „Benewand“ entlang gehen wollte. Dazu muss man sagen, dass die Jungs ein unglaubliches Tempo drauf hatten und so gut wie keine Pausen machten. Also brachen die zwei Gruppen auf und trafen sich dann an einem Sattel wieder.

Dort machten wir eine Pause und teilten uns dann wieder auf. Eine Gruppe ging über die Achselköpfe und die andere einen etwas längeren Weg, da nicht alle so trittfest waren. Wir trafen uns dann alle wieder auf einem anderen Sattel, wo wir uns erneut teilten, da eine Gruppe über die Gipfel gehen wollte und die anderen lieber untenrum über einen Forstweg. Während die Gruppe, die über die Gipfel ging, reibungslos vorankam, gab es bei den anderen einen kleinen Unfall. Ein Mädchen knickte um und konnte nicht mehr weiter laufen. So warteten wir eine halbe Stunde und überlegten, wie sie in diesem Zustand zur Kotalm kommen würde. Schließlich boten zwei vorüberfahrende Handwerker an, sie in einer Stunde runter zu fahren. Also versuchten wir sie zur nächsten Alm zu bringen, wo sie warten konnte, und bekamen Hilfe von zwei netten jungen Männern, die sie runter trugen.

Dann ging die Gruppe weiter. Die anderen waren natürlich schon längst da und es war heiß. Die gute Laune hielt sich also in Grenzen und als endlich die Hütte in Sicht kam, waren alle ziemlich erleichtert.

Die Hütte war dann die Kotalm, auf der wir in einem riesigen Matratzenlager übernachteten.

Man hat seine Grenzen kennengelernt.

Tag 4: Von der Kotalm nach Lenggries und mit dem Schlauchboot nach Bad Tölz

Die letzte Wanderung war der Abstieg von der Kotalm nach Lenggries, wo wir mit Schlauchbooten die Isar nach Bad Tölz runter fuhren.

Nachdem alle Neoprenanzug, Schwimmweste, Helm und Paddel bekommen hatten, ging es endlich los. Wir schoben die Schlauchboote ins Wasser und fuhren los. Nach einer Viertelstunde kamen wir an eine Stelle der Wildwasserstufe 3. Erst fuhren wir sie alle mit dem Schlauchboot und hinterher sprangen wir dort alle ins Wasser und ließen uns ein kleines Stück treiben. Dieser Abschnitt der Klassenfahrt war für alle eine perfekte Abwechslung und eigentlich war es zu kurz, als wir schon in Bad Tölz ankamen und mit dem Bus nach Schwaighofen fuhren.

Dort durften wir noch eine Nacht bei Familie Jascho im Garten zelten. Als wir ankamen wurden wir mit Kuchen und kühlen Getränken empfangen. Später wurde für uns gegrillt. Es war sehr herzlich und großzügig.

Am Abend wurde ein Feuer gemacht und wir grillten Marshmallows und gingen anschließend noch alle zusammen in einem nahe gelegenen Moorweiher baden.

Ich glaube wir haben alle sehr viel aus dieser Zeit mitgenommen. Unsere Klassengemeinschaft ist auf jeden Fall nochmal besser geworden. Und allein schon die Ausblicke waren alles wert.

Unsere Klassenfahrt war echt toll und wir haben viel gelernt.

Vielen Dank an Herrn Wohlrab, Frau Deyle, Herrn Christians und Herrn Mayer, die unsere Klassenfahrt wirklich fantastisch geleitet haben.

 

von Feli Seidl