Genossenschaft

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Alle Eltern als Mitglieder

Die Genossenschaft ist eine Rechtsform, die vom Gesetzgeber extra für Organisationen geschaffen wurde, die von Mitbestimmung leben und gleichzeitig Sicherheit bieten wollen.

Wenn eine Genossenschaft eine Waldorfschule betreibt, heißt das, dass alle Eltern Mitglieder sind, Anteile zeichnen und dadurch „Mitunternehmer“ werden. Sie besitzen einen kleinen Teil ihrer Schule. Laut der Erfahrung der anderen Waldorfschulen folgt daraus eine größere Verbindlichkeit der Eltern gegenüber allen Belangen. Sie sind nicht nur rechtlich stärker in der Verantwortung, sondern auch ideell.

Die Genossenschaft ist eine juristische Person und damit Träger von Rechten und Pflichten. Sie muss einem Genossenschaftsverband angehören. Dieser prüft nach erfolgter Gründung im Interesse der Mitglieder jährlich, ob die Geschäfte ordnungsgemäß geführt worden sind und betreut darüber hinaus seine Mitglieder in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Fragen. Die dadurch höheren Verwaltungskosten sind je nach Größe gestaffelt und für eine kleine Genossenschaft im Anfangsstadium der Schulgründung zu schultern.  Derzeit wird diese Rechtsform durch Vereinfachungen vom Gesetzgeber gezielt gefördert.

Jedes Mitglied zeichnet einen oder mehrere Geschäftsanteile, deren Höhe in der Satzung festgelegt ist. Die Genossenschaft hat bei der Gründung dem zuständigen Verband und dem Registergericht den Nachweis zu erbringen, dass das aufgebrachte Kapital für den verfolgten Zweck ausreicht.
Die Generalversammlung ist das oberste Willensbildungsorgan. Sie wählt den Aufsichtsrat und den Vorstand. Der Vorstand leitet die Genossenschaft in eigener Verantwortung, der Aufsichtsrat „überwacht“ seine Tätigkeit. In der Praxis besteht er in der Regel aus Mitgliedern, die sich nur am Rande mit den Tagesgeschäften befassen und so eine hilfreiche Adlerperspektive einnehmen können.

Von den Waldorfschulen in Deutschland (207) sind 7 Schulen als Genossenschaft organisiert. Diese kleine Zahl mag mit dem Umstand zusammenhängen, dass die Umwandlung eines umfangreichen Schulbetriebs in eine Genossenschaft sehr aufwendig ist.

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen von Beginn an für den Betrieb der Freien Schule Wolfratshausen die Genossenschaft als Form zu wählen.

Link zum Genossenschaftsverband: Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. wurde 1903 in Dresden gegründet und hat seitdem seinen Sitz in Hamburg…
http://www.zdk-hamburg.de

MITGLIEDER

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft und Beitritt

(1) Mitglieder der Genossenschaft können nur Eltern werden, deren Kinder zur Aufnahme in die Schule der Genossenschaft nach § 33 Abs. 2 zugelassen worden sind, Lehrer, die in das Kollegium aufgenommen worden sind, und andere Mitarbeiter der Schule und anderer Einrichtungen der Genossenschaft. Hiervon ausgenommen sind Eltern von Kindergartenkindern, für welche die Geschäftsordnung des Kindergartens eine gesonderte Regelung vorsehen soll.

(2) Die Mitgliedschaft können auch Schüler ab 18 Jahren erwerben.

(3) Die Genossenschaft hat in der Gründung investierende Mitglieder, im Folgenden als „Förderer“ bezeichnet, aufgenommen. Die Förderer können in der Generalversammlung die anderen Mitglieder in keinem Fall überstimmen. Beschlüsse der Generalversammlung, für die nach Gesetz oder Satzung eine Mehrheit von mindestens drei Viertel der abgegebenen Stimmen vorgegeben ist, können Förderer nicht verhindern. Weitere Förderer werden nicht aufgenommen. Die gültig abgegebenen Stimmen investierender Mitglieder dürfen nicht mehr als 10 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen der förderfähigen Mitglieder ausmachen. Das Verhältnis der Ja- und Nein-Stimmen der investierenden Mitglieder ist beizubehalten.

(4) Zum Erwerb der Mitgliedschaft bedarf es einer unbedingten schriftlichen Beitrittserklärung. Über die Zulassung entscheidet der Vorstand.

SATZUNG

BEITRITTSERKLÄRUNG

+49 8171 245 3000

Freie Waldorfschule Isartal Gemeinnützige eG Malvenweg 2-4 | 82538 Geretsried

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